Ihr Themavom 31.05 – 13.01.2017

Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln nach Pulver-Funden

nachrichten.de (dpa) | 12.01.2017 | 17:28

Die Serie dubioser Pulver-Funde in vielen Justizgebäuden in Deutschland zieht weitere Ermittlungen nach sich. Betroffen war etwa das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, wo sich die in einer Postsendung entdeckte Substanz als Puderzucker und somit als harmlos herausstellte. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nimmt die Sache nach eigener Aussage dennoch sehr ernst. «Wir ermitteln wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten», sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. Der Strafrahmen reicht von einer Geldstrafe bis zu drei Jahren Haft. Auch an andere Justizstellen in mehreren Bundesländern waren Briefe entdeckt worden, aus denen weißes Pulver rieselte. Das führte nicht nur zu Aufregung in den Poststellen, sondern löste kostenträchtige Polizei- und Feuerwehr-Einsätze aus. Mehrere Mitarbeiter wurden auf Gesundheitsschäden untersucht, einige Justizgebäude wurden vorsorglich gesperrt. Die Häufung der Fälle ist auffällig. «Ein Zusammenhang liegt nahe», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Donnerstag, nachdem tags zuvor auch in Coburg verdächtiges Pulver aufgetaucht war. Die Hintergründe seien aber noch völlig unklar. Ähnlich äußerte sich das Bundeskriminalamt (BKA): «Ein Sachzusammenhang der Sendungen dürfte gegeben sein», erklärte eine Sprecherin in Wiesbaden. Nach den dem BKA vorliegenden Erkenntnissen sei bislang aber in keiner der Postsendungen eine gesundheitsgefährliche Substanz festgestellt worden. Beim Bundesverfassungsgericht war ein verdächtiger Umschlag eingegangen, der an eine nicht näher genannte Person adressiert war und in der Poststelle geöffnet wurde. Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem weißen Pulver um Puderzucker handelte. Der war auch in einem Brief, der an das Amtsgericht Eisleben in Sachsen-Anhalt ging. Auch weitere Funde in Deutschland stellten sich als harmlos heraus. Die Hintergründe sind bislang unklar. Auch in Mecklenburg-Vorpommern fahnden Staatsanwaltschaften nach den Absendern solcher Briefe, die vermutlich gezielt an Justizbehörden verschickt worden waren. Es werde wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt, erklärten Sprecher der Staatsanwaltschaften in Schwerin und Neubrandenburg. In Mecklenburg-Vorpommern waren die verdächtigen Briefe am Mittwoch beim Amtsgericht in Ludwigslust und am Donnerstag bei der Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg eingegangen.

Foto: dpa
Artikel über die Zeit
Weitere Artikel zu diesem Thema

Nach Vorfall am Eisleber Amtsgericht : Polizei untersucht Puderzucker-Brief

➚ mz-web.de | 13.01.2017 | 08:00
Eisleben - Die Polizei hat noch keine Erkenntnisse, wer den Puderzucker-Brief an das Eisleber Amtsgericht geschickt hat. „Die Ermittlungen dazu laufen“, so Heiko Prull, Sprecher des Polizeireviers ...


Ermittlungen nach erneuten Pulver-Funden

➚ neues-deutschland.de | 12.01.2017 | 21:44
Karlsruhe. Die Serie dubioser Pulver-Funde in vielen Justizgebäuden in Deutschland zieht weitere Ermittlungen nach sich. Betroffen war etwa das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, wo sich die in ...


Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln nach Pulver-Funden

➚ nachrichten.de | 12.01.2017 | 17:33
Die Serie dubioser Pulver-Funde in vielen Justizgebäuden in Deutschland zieht weitere Ermittlungen nach sich. Betroffen war etwa das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, wo sich die in einer Postsendung entdeckte Substanz als Puderzucker und somit als harmlos herausstellte. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nimmt die Sache dennoch sehr ernst. Auch an andere Justizstellen in mehreren Bundesländern waren Briefe entdeckt worden, aus denen weißes Pulver rieselte. Das führte nicht nur zu Aufregung in den Poststellen, sondern löste kostenträchtige Polizei- und Feuerwehr-Einsätze aus.


Weißes Pulver alarmiert Justiz

➚ tagesschau.de | 12.01.2017 | 15:34
Bei Justizstellen mehrerer Bundesländer gingen zuletzt ominöse Postsendungen mit weißem Pulver ein. Obwohl sich dieses in vielen Fällen als harmloser Puderzucker herausstellte, leiteten die Behörden ...


Verdächtige Post : Pulver in Brief an Justizministerium entdeckt

➚ mz-web.de | 12.01.2017 | 13:47
Dresden - Erstmals ist am Donnerstag auch im Dresdner Regierungsviertel verdächtige Post aufgetaucht. Aus einem Brief an das Justizministerium rieselte in der Poststelle weißes Pulver, wie ein ...


Dubioses Pulver beim höchsten Gericht

➚ nachrichten.de | 12.01.2017 | 12:46
Nach dem Fund eines Briefs mit weißem Pulver am Bundesverfassungsgericht ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt. Obwohl sich die Substanz als Puderzucker und damit harmlos herausgestellt hat, nimmt die Anklagebehörde die Sache «sehr ernst». Auch an andere Justizgebäude in mehreren Bundesländern waren solche Briefe verschickt worden. Das führte nicht nur zu großer Aufregung und Ängsten in den jeweiligen Poststellen. Es löste außerdem teure Polizei- und Feuerwehreinsätze aus.


Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt

➚ stuttgarter-zeitung.de | 12.01.2017 | 12:10
Nach dem Brief mit weißem Pulver beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt. Auch andere Justizgebäude in mehreren Bundesländern hatten solche Briefe erhalten.

Zu Seite: