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Hohes Einschleppungsrisiko von Vogelgrippe für Nutzgeflügel

nachrichten.de (dpa) | 09.11.2016 | 15:55

Geflügelhaltern droht in weiteren Teilen Deutschlands die Stallpflicht. Nach dem Fund von am Vogelgrippe-Erreger verendeten Wildvögeln in Deutschland drängt das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf einen besseren Schutz von Nutzgeflügelbeständen. Aufgrund der aktuellen Verbreitung des hochpathogenen H5N8-Erregers bei Wildvögeln in Polen, Ungarn, Schweiz, Österreich und Deutschland sei von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelbestände, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und -sammelplätzen auszugehen, teilte das Institut am Mittwoch in einer aktuellen Risikoabschätzung mit. Direkte und indirekte Kontaktmöglichkeiten zwischen Nutzgeflügel und Wildvögeln sollten vermieden werden. In den Ställen sollten strenge Biosicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Auch eine «risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung» (Stallpflicht) in Regionen mit hoher Wildvogeldichte und in der Nähe von Wildvogelrast- und sammelplätzen sei ratsam. Geflügel in Freilandhaltungen sollte keinen Kontakt zu natürlichen Gewässern haben. Die Bundesländer entscheiden auf Grundlage dieser Abschätzung über die konkreten Schutzmaßnahmen. Schleswig-Holstein hatte am Dienstag die Stallpflicht verhängt. Nach Angaben des Instituts gibt es Anhaltspunkte für eine Veränderung des Virus. Beim letzten H5N8-Ausbruch in Deutschland vor etwa zwei Jahren waren bei Wildvögeln keine stark krankmachenden Varianten entdeckt worden. Jetzt werden vermehrt tote Wasservögel beobachtet. Auch auf die Zoos könnten nach dem Nachweis der Vogelgrippe bei Wildvögeln Konsequenzen zukommen. Das Institut empfiehlt die Stallpflicht für Zoovögel und Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern. Der Eintrag des hochpathogenen Erregers am Bodensee und am Plöner See in Schleswig-Holstein steht nach Einschätzung des FLI im Zusammenhang mit dem Vogelzug. Der Vogelzug - möglicherweise auch durch Frost in Skandinavien und Nord-Russland beschleunigt - sei in vollem Gange.

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