Ihr Themavom 01.11 – 25.04.2017

Kerber & Co. kämpfen gegen den Abstieg

nachrichten.de (dpa) | 21.04.2017 | 14:25

Boris Becker drückt der «gestressten» Angelique Kerber aus der Ferne die Daumen, die zweimalige Grand-Slam-Siegerin selbst verdrängt mit dezentem Optimismus die Abstiegsangst. Vor dem unangenehmen Relegationsspiel gegen die Ukraine schwört sich das deutsche Fed-Cup-Team in Stuttgart auf den Verbleib in der Tennis-Weltgruppe ein. «Über die Konsequenzen machen wir uns keine großen Gedanken. Wir haben das gar nicht so richtig im Kopf», sagte Kerber auf die Frage nach der Abstiegsgefahr. Mit zwei Einzelsiegen soll die Weltranglisten-Erste die Basis für den Erfolg legen, nachdem sie bei der Erstrunden-Niederlage auf Hawaii ausgesetzt hatte. Am Eröffnungs-Samstag tritt die Norddeutsche in der zweiten Partie als klare Favoritin gegen Lessia Zurenko an. Zuvor spielt Julia Görges gegen die Weltranglisten-13. Jelina Switolina. Am Sonntag kommt es zunächst zum Duell der Topspielerinnen zwischen Kerber und Switolina, gegen die die Schleswig-Holsteinerin die vergangenen drei Partien verloren hat. Danach steht Görges Zurenko gegenüber. Für das abschließende Doppel sind vorerst Laura Siegemund und Carina Witthöft nominiert. Die Aufstellungen können aber noch geändert werden. «Ich wünsche unseren Damen alles Gute», erklärte Becker. Nach außen gibt sich die schwarz-rot-goldene Mannschaft harmonisch und leicht positiv gestimmt. Schmunzelnd bestieg Kerber nach der Auslosung den Paternoster-Aufzug. Doch die Kielerin wirkte wie die gesamte Auswahl und Bundestrainerin Barbara Rittner im überschaubar gefüllten Großen Saal des Stuttgarter Rathauses angespannt. Natürlich ist dem Finalisten von 2014 die Relevanz des kniffligen Duells bewusst. Verliert das deutsche Team am Wochenende gegen die Ukrainerinnen mit Spitzenspielerin Switolina, verabschiedet es sich wie zuletzt 2012 aus der Weltgruppe der besten acht Nationen. Alle Titel-Hoffnungen wären dann zumindest bis 2019 dahin. Auch vor einem Jahr mussten Kerber & Co. bereits in der Relegation ran. Die Erfahrungen aus dem Erfolgserlebnis in Rumänien sollen diesmal helfen. «Ich habe auf jeden Fall ein gutes Gefühl», sagte Kerber. «Das Team gibt einem immer noch mal den letzten Kick, alles aus sich herauszuholen. Ich glaube, das werden wir am Wochenende brauchen. Das ganze Team muss zusammenhalten. Nur so können wir die Ukraine schlagen.» Kerber ist selbstverständlich gesetzt, auf sie wird es sicherlich ankommen. Der Linkshänderin rauben jedoch nach ihrem Aufstieg an die Spitze der Branche auch Termine abseits des Platzes Energie. «Sie ist eher ein introvertierter Mensch, der sich gerne zurückzieht, und das fehlt ihr einfach», sagte Rittner bei spox.com. «Sie ist insgesamt gestresster und immer auf dem Sprung. Sie ist oft in dem Zwiespalt, dass sie es vielen Leuten recht machen will, und muss lernen, auch einmal «Nein» zu sagen. Das alles liegt ihr ein bisschen im Magen, aber sie kann von Woche zu Woche besser damit umgehen.»

Foto: dpa
Artikel über die Zeit
Weitere Artikel zu diesem Thema

Kerber erhöht auf 2:0

➚ rp-online.de | 22.04.2017 | 16:30
Angelique Kerber hat das deutsche Fed-Cup-Team im Play-off-Duell gegen die Ukraine mit 2:0 in Führung gebracht. Die Weltranglistenerste aus Kiel hatte beim 6:1, 6:4 gegen Lesia Zurenko (WTA-Nr. 43) ...


Tennis-Damen um Kerber im Fed Cup vor Klassenerhalt

➚ nachrichten.de | 22.04.2017 | 16:23
Nach einem perfekten Auftakt kann die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber die deutschen Tennis-Damen schon im ersten Match am Sonntag zum Verbleib in der Weltgruppe führen. Dank eines souveränen Erfolges der Nummer eins und einem beherzten Auftritt von Julia Görges führt das Team in der Relegation gegen die Ukraine bereits mit 2:0. Kerber setzte sich am Samstag in Stuttgart mit 6:1, 6:4 gegen Lessia Zurenko durch. Zuvor hatte Görges überraschend gegen die Weltranglisten-13. Jelina Switolina 4:6, 6:1, 6:4 gewonnen. «Das ist Gänsehaut pur. Besser kann es nicht laufen, aber es ist noch nicht vorbei», sagte Kerber. «Ich hatte vielleicht nicht den besten Start in die Saison, aber ich genieße es wieder, Tennis zu spielen.» Bei einem Sieg gehört die deutsche Auswahl weiterhin zu den besten acht Nationen im Fed Cup und kann im nächsten Jahr um den Titel spielen. «Wenn die beiden so spielen wie heute, dann habe ich alles richtig gemacht mit dem ganzen Betreuerteam. Bei der Jule musste ich heute etwas ruhiger ...


Görges bringt Deutschland in Führung

➚ rp-online.de | 22.04.2017 | 14:27
Geglückter Start für das deutsche Fed-Cup-Team: Nach einer Energieleistung hat Julia Görges das Eröffnungseinzel des Play-off-Duells gegen die Ukraine in Stuttgart gewonnen. Die Weltranglisten-46. ...


Abstiegsrelegation gegen die Ukraine: Kerber spielt zweites Einzel

➚ nachrichten.de | 22.04.2017 | 02:16
Mit Angelique Kerber als Nummer eins kämpfen die deutschen Tennis-Damen an diesem Wochenende gegen den Abstieg. Gegner in der Fed-Cup-Relegationspartie in Stuttgart ist die Ukraine. Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber tritt heute im zweiten Einzel gegen Lessia Zurenko an. Zuvor ist Julia Görges gegen die ukrainische Topspielerin Jelina Switolina gefordert. Morgen folgen zwei weitere Einzel und das möglicherweise entscheidende Einzel. Der Gewinner spielt auch im kommenden Jahr in der Weltgruppe der besten acht Nationen. Der Verlierer steigt in die Weltgruppe II ab.


Tennis-Frauen kämpfen im Fed Cup gegen Abstieg

➚ maz-online.de | 21.04.2017 | 18:26
Die deutschen Tennis-Frauen spielen im Fed Cup ab Sonnabend gegen den Abstieg – und gegen ihre eigene Krise. Besonders Angelique Kerber soll Deutschland gegen die Ukraine zum Sieg führen.


Kerber und Görges bestreiten die Einzel

➚ rp-online.de | 21.04.2017 | 12:43
Die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber und Julia Görges bestreiten im Abstiegsrelegationsspiel gegen die Ukraine die Einzel für die deutschen Tennis-Damen.


Mit der Nummer eins gegen die Zweitklassigkeit

➚ rp-online.de | 21.04.2017 | 11:55
Das deutsche Fed-Cup-Team will am Wochenende den Abstieg in die Zweitklassigkeit verhindern. Gegen die Ukraine wird es vor allen Dingen auf Angelique Kerber ankommen.

Zu Seite: